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So hilft Ihnen die Apotheke beim E-Rezept

22. April 2022

Der altbekannte rosa Zettel weicht dem E-Rezept. Digital wird dieses vom Arzt auf eine spezielle App aufs Handy übermittelt, in der Apotheke kann der QR-Code in der App ausgelesen und das Medikament übergeben werden. Doch ist es so einfach wie es klingt? In der Apotheke gibt es dafür die nötige Hilfestellung für alle, die mit dem E-Rezept noch unsicher sind. Das Apothekenpersonal wird genauso wie die anderen Anwender beim Arzt, im Krankenhaus oder bei der Krankenkasse speziell geschult. So wissen die Mitarbeiter genau, wie sie mit den Daten, die Ihnen als E-Rezept übermittelt werden, umgehen müssen. Übrigens ist das E-Rezept auch für Menschen verfügbar, die kein Mobiltelefon besitzen. Der QR-Code kann auch vom Arzt ausgedruckt werden und in der Apotheke kann dieser ebenso ausgelesen werden.

Rezept einlösen, ohne vor Ort zu sein

Durch das E-Rezept ist es sogar möglich, nicht vor Ort zu sein, um das Medikament zu erhalten. Es kann nämlich digital an die Apotheke übermittelt werden, das Medikament kann dann in der Apotheke abgeholt oder per Botendienst zugestellt werden. Und sollte die benötigte Arznei in der Apotheke mal nicht direkt vorrätig sein, kann die Bestellung aus der Ferne bereits ausgelöst werden, um doppelte Wege zu vermeiden.

Daten werden sicher übermittelt

Dafür, dass diese Daten sicher übermittelt werden, ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zuständig. Das Amt kontrolliert auch, ob die Personen, die auf die Daten zugreifen, dazu berechtigt sind. Wer sich die App aufs Smartphone geladen hat, braucht die elektrische Gesundheitskarte und eine PIN von der Krankenkasse, um sich zu identifizieren. Deshalb sollten das Smartphone und die Gesundheitskarte NFC-fähig sein, das heißt, sie müssen eine “Nahfeldkommunikation” durchführen können, um die Daten auf kurzen Entfernungen austauschen zu können. Der Arzt versieht das Rezept beim Ausstellen mit einer digitalen Signatur, die Daten werden auf dem Server der sogenannten “Telematikinfrastruktur” gespeichert und können in der Apotheke sicher ausgelesen werden. Aber keine Sorge, weder Smartphone noch Gesundheitskarte sind zwingend erforderlich. Das E-Rezept kann auch vom Arzt ausgedruckt und in der Apotheke vor Ort eingelöst werden.

Ab wann gibt es das E-Rezept?

Aber wann wird das System flächendeckend eingesetzt? Noch befindet es sich in der Testphase, aber nach derzeitigem Stand der Planung soll es im Laufe dieses Jahres flächendeckend losgehen. Wenn alle Beteiligten in diesem System gut geschult sind und alles reibungslos funktioniert, wird das E-Rezept das bisherige Rezept komplett ablösen. Wenn das E-Rezept verpflichtend eingeführt wird, gilt die Regelung für alle gesetzlich Versicherten und Vertragsärzte. Auch für Privatversicherte wird es in Zukunft möglich sein, ihre Medikamente über E-Rezepte zu beziehen. An der Testphase kann übrigens jede Arztpraxis und jede Apotheke teilnehmen. Wir bei Höke's Apotheken sind bereit und freuen uns, Sie bei Ihren ersten E-Rezepten zu begleiten.

Haben Sie weitere Fragen zum E-Rezept? Kein Problem, sprechen Sie uns einfach an!

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